EXPERTiSALE inspiriert Sie mit Best Practice-Beispielen aus der Welt der Pop-Up-Stores

Wir sind der Auffassung, dass das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden muss. Es gibt eine grundlegende DNA, die allen aufmerksamkeitsstarken Pop-Up-Stores gemein ist. Deshalb werden wir nachfolgend Pop-Up-Stores aus der ganzen Welt vorstellen, die nachweislich erfolgreich waren. Ziel ist es, mit diesen Beispielen die eigene Kreativität positiv zu beflügeln. Wir warnen ausdrücklich davor, die gezeigten Ideen 1 zu 1 zu kopieren, denn jede Marke verdient mehr als eine Kopie zu sein!

THE NORTH FACE KOREA Pop-Up-Store 2015

Angst ist das Gefühl, das alle Menschen auf der ganzen Welt gleich erleben. Also warum nicht mit der Angst der Besucher spielen?! Einige Kunden in Seoul, die den Pop-Up-Store von The North Face, einer amerikanischen Outdoor-Kleidungsmarke, betraten, wurden an Ihre Angstgrenze geführt. Wie reagieren Menschen, die den Eindruck vermittelt bekommen, dass der Boden unter ihren Füssen verschwindet? Richtig, Flucht ist angesagt! Wie? über die Wände, die &lbdquo;zufällig” mit Klettergriffen ausgestattet sind! Outdoor Bewegungslifestyle Indoor erlebbar gemacht!Bewegungsfreiheit, die das Gefühl von The North Face verkörpert und das Image des Unternehmens positiv auflädt. Die Besucher werden Teil der Interaktion mit der Marke und machen eine Markenerfahrung , wie sie sonst nur in der Natur oder einer Kletterhalle möglich ist.

Besucher von Pop-Up-Stores suchen das Neue und Besondere — Wann hat der Pop-Up-Store eine Chance virale Wirkung zu entfalten?

Das Besondere am Pop-Up-Store

Jede Marke träumt natürlich davon. Damit das Viral Marketing funktionieren kann müssen nach Langner1 einige Kriterien bezüglich der zu verbreitenden Information erfüllt sein. Das Produkt oder die Dienstleistung, die beworben wird, sollte einen gewissen Unterhaltungswert besitzen, neu und/oder einzigartig sein, einen hohen Nutzwert aufweisen, die Neuigkeit sollte sich einfach weitererzählen lassen, und zumindest Teile sollten kostenlos bereitgestellt werden. In Bezug auf die Pop-Up-Stores sind alle Voraussetzungen erfüllt. Der Unterhaltungswert ergibt sich daraus, dass das Shopping in fast allen Fällen mit vielen anderen Aspekten wie Kunst, Kultur und Szene verbunden wird. Die Neu- bzw. Einzigartigkeit kann durch wechselnde Standorte immer wieder geschaffen werden. Der hohe Nutzwert ergibt sich aus der Natur der Sache. Die Informationen werden Mund-zu-Mund oder online zeitnah verbreitet. Die Waren sind in der Regel kostenpflichtig, wobei selbst hier Variationsmöglichkeiten bestehen. So hat beispielsweise Nivea in seinen temporären Shops gratis Schönheitsbehandlungen angeboten. Häufiger ist jedoch, dass die Produkte kostenpflichtig, der Zusatznutzen hingegen gratis angeboten wird, wie beispielsweise der Auftritt bekannter DJs, Konzerte und Ähnliches.

Ein 1-Euro-Shop als Pop-Up-Store ist nur schwer vorstellbar, da in diesem Preissegment kein zusätzlicher Kaufanreiz durch die Eröffnung eines Pop-Up-Stores notwendig ist. Bei höherpreisigen Partiewaren wäre die Darbietung in temporären Shops grundsätzlich denkbar, andererseits ändert sich bei den typischen Partievermarktern wie Thomas Philipps das Sortiment ohnehin regelmäßig. Neu wäre also nur das zeitlich begrenzte Angebot an einem bestimmten Standort. Markenlose Partiewaren werden aber von zahlreichen Anbietern bereits zeitlich befristet angeboten: Auf Märkten und Messen, im Discounter oder auch im Internet. Daraus lässt sich schließen, dass ein funktionierender Pop-Up-Store eine attraktive Marke benötigt.

Attraktivitätssteigerung Innenstadt

Durch die Konkurs-Serie der Warenhäuser wird der Leerstand in deutschen Innenstädten wieder verstärkt thematisiert. Die Lücken im Stadtbild verbessern die Chancen der Betreiber der innerstädtischen Shopping Center. Ein Nachteil ist deren Austauschbarkeit. Die Besucher bevorzugen hingegen ein individuelles Angebot. Durch temporäre Shops kann die Attraktivität einer Innenstadt wie auch die der Shopping Center erhöht werden. Es lohnt sich, häufiger die Innenstadt oder die Center zu besuchen, um etwaige neue Angebote wahrzunehmen. So hat das Modelabel Mitch&Co. im Outlet Center Ingolstadt einen Pop-Up-Store eröffnet. Ebenso wurde im CentrO in Oberhausen ein temporärer Shop der Designerin Patricia-Field (→ www.patricia-field.de) betrieben. Bei Betreten der Homepage der Designerin erschien im Juli 2009 folgende Nachricht: „Zu spät! Das war’s! Der Patricia-Field-Shop hat seine Pforten geschlossen. (…) Wir danken für das große Interesse, Ihr Patricia-Field-Team.”

Chancen

Aus Anbietersicht hat der Pop-Up-Store viele Vorteile. Durch den Wegfall eines dauerhaften Ladengeschäfts entfällt während der Schließungszeiten die Ladenmiete. Weiterhin vorteilhaft sind die außergewöhnlichen Orte, an denen die Läden häufig platziert sind, z.B. alte Fabrikhallen, leerstehende Bahnhöfe oder Künstlerateliers. Für den Verbraucher ist die Kenntnis des Standortes ein Zeichen der Zusammengehörigkeit, eine Art Loyalität mit dem Hersteller zu demonstrieren. Der Konsument wird zum Mitwisser des Geheimtipps. Diese Art der Verbundenheit zum Hersteller kann durch konventionelle Maßnahmen nicht erreicht werden.

Chancen für Pop-Up-Store-Events

Die Werbekampagnen zeichnen sich dadurch aus, dass die Kosten gemeinhin gering gehalten werden. Durch die Mundpropaganda entfällt das hohe Werbebudget klassischer Kommunikationsmaßnahmen. Darüber hinaus ist eine Nachricht, die sich herumspricht, oft wirkungsvoller als kostspielige Werbekampagnen. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass der Konsument selbst die Kenntnis des Shops an andere Konsumenten weitergibt. Dadurch erscheint das Konzept sehr viel glaubwürdiger, als wenn das Unternehmen Werbung für sich selbst betreibt2. Referenzen sind eines der am häufigsten übersehenen Marketinginstrumente, obwohl die Kosten sehr niedrig sind im Vergleich zum Potenzial, das sie bieten. Dem Freund vertraut man und die Weitergabe des Geheimtipps wird als Gefallen angesehen. Konservativen Markenimages kann auf diese Weise eine frische Note gegeben werden. Gleichzeitig kann durch die Eröffnung eines Pop-Up-Stores die Markenbekanntheit gesteigert werden. Geht man von der Hypothese aus, dass jeder Besucher fünf weiteren Menschen aus seinem sozialen Netzwerk von der Marke berichtet, exponiert sich die Zahl der Markenkenner bzw. Markenfans rasant.3 Ein anschauliches Beispiel hierfür liefert ein Auszug aus einem Blog, bei dem sich begeisterte Fans des schwedischen Modelabels Acne über die Eröffnung eines Pop-Up-Stores in Hamburg austauschen. Ob diese Äußerungen echt sind, ist für die Autoren nicht nachvollziehbar. Im Rahmen des Guerilla-Marketings wäre auch ein Fake durchaus denkbar.

Gerade für traditionelle Marken ist der Kontakt zu den jüngeren Zielgruppen zunehmend schwieriger geworden. Pop-Up-Stores bieten Herstellern wie Nivea oder Procter & Gamble die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit dem Endverbraucher zu treten und somit die Kundenbindung zu erhöhen, denn diese wird vor allem durch persönlichen Kontakt erzeugt.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, neue Produkte auf ihre Akzeptanz hin zu testen.

Risiken

Wie bereits erwähnt, kann die Mund-zu-Mund-Propaganda in Bezug auf das Markenimage einen positiven Beitrag leisten. Andererseits können auch kritische Stimmen verbreitet werden. Im negativen Fall besteht für das Unternehmen theoretisch die Möglichkeit, die persönliche Kommunikation zu hemmen, beispielsweise durch juristische Maßnahmen, die die Verbreitung untersagen.4 Praktisch dürften solche Hemmnisse nutzlos sein, die Gefahr lässt sich demnach nicht vollständig bannen.

Auszug aus dem Blog lalila (2009)

„Manchmal verursachen E-Mails freudig-frenetisches Geklatsche und lautes Juchzen – so geschehen gestern Abend bei der digitalen Post von Özgür, Betreiber des mono concept stores in der Schanze. Wir Hamburger sind mal wieder echte Glückskinder, nicht nur, dass wir eh schon mit einem Acne Store auf der Bleichenbrücke gesegnet sind, jetzt gastiert auch noch vom 07. bis zum 17. August 09 ein Acne Archive Pop-Up-Store bei mono concept in der Rosenhofstraße 5 – nach Stockholm der zweite Pop-Up-Store, der eröffnet wird. Neben alten Klassikern und seltenen Stücken gibt es allerlei reduzierte Artikel der aktuellen Acne Sommerkollektion– die Freude ist quasi grenzenlos!

Responses

  1. Dotti sagt: 3. August 2009 um 12:27: Du Glückspilzin. Anders kann man’s wirklich nicht sagen.
    Busserl, Dotti
  2. brini sagt: 3. August 2009 um 15:05: Sehr cool! Wie gut, dass ich bald für ein halbes Jahr nach HH ziehen werde. ;-)
  3. alena. sagt: 3. August 2009 um 16:43: Great, good to live in both of the cities, hihi :)
  4. su sagt: 3. August 2009 um 18:26: oh man, jetzt wo man in der anderen stadt wohnt passt das natürlich…
    wir waren am samstag ihr[sic] im store und es war sale. da hatte ich doch voll das tolle kleid an und dann war es eingerissen. oh man.
    zweimal gleich pech gehabt.
  5. Lara Natascha sagt: 3. August 2009 um 21:56: oh du kommst auch aus Hamburg…Cool danke für die News!
    Liebe Grüße Lara
  6. BelleOnEarth sagt: 5. August 2009 um 07:11: O sehr toll. Ich hoffe ich schaffe es noch bis zum 17. nach Hamburg.
  7. ola sagt: 5. August 2009 um 08:51: oh wie toll! weißt du wann das losgeht? direkt ab freitagvormittag?
  8. annalena sagt: 5. August 2009 um 10:57: not..fair…for berliners. sniff.
  9. lila sagt: 5. August 2009 um 13:47: @ola: soweit ich weiß ab 20:00 Uhr! : )"

Praxis

Die Praxis zeigt, dass Pop-Up-Stores trotz ihrer geringen Berücksichtigung in der Wissenschaft bereits recht häufig vorkommen. Eine Inflationierung der Idee liegt nahe, damit könnte sie an Wirkung einbüßen. Die Besucher der Pop-Up-Stores suchen das Neue und Besondere.

Pop-Up in der Praxis

Wie ausgeführt ist ein abgrenzendes Kriterium des Pop-Up-Stores, dass die Kenntnis des Shops ein exklusives Wissen darstellt. Der Shop kann zum Flop werden, wenn die Zielgruppe das Gefühl hat, es sei nichts besonderes, den Store zu kennen. Wenn jeder den Zugang zu der Information hat, ist man als „hippe” Zielgruppe nicht mehr unter sich, der besondere Reiz ist verloren gegangen. Gleichzeitig müssen Informationen gestreut werden, um die Eröffnung bekannt zu machen. Wenn keine Kunden zur Eröffnung kommen, weil die Information zu exklusiv gestreut wurde, ist der Erfolg ebenso gefährdet. Es stellt sich die Schwierigkeit, das richtige Maß zwischen Öffentlichkeit und Geheimhaltung zu finden.

Aufgrund der wenig systematischen Bearbeitung des Themas ist noch nicht bekannt, wie die optimale Dauer eines Pop-Up-Stores zu beurteilen ist. Beispiele wie Clemens en August mit einer sehr kurzen Öffnungsdauer bergen das Risiko, dass die Zeit für die nötige Bekanntheit zu kurz ist. Für den Konsumenten ist die Enttäuschung groß, wenn der Besuch des Pop-Up-Stores dadurch verhindert wird, speziell dann, wenn er größere Wege für das Shopping-Erlebnis in Kauf genommen hat. Eine zu lange Öffnungsdauer hingegen nimmt etwas von der Innovation, der Kurzlebigkeit, die den Pop-Up-Store kennzeichnet. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Transparenz des temporären Konzepts. Aus Sicht der Konsumenten besteht die Gefahr, dass sie zu dem Schluss kommen, der Shop wäre nicht erfolgreich und aus diesem Grunde wieder geschlossen worden, wenn auf die begrenzte Dauer nicht deutlich hingewiesen wird. Negative Mund-zu-Mund-Kommunikation ist mindestens so überzeugend wie positive Nachrede.5 Andererseits wird die Flexibilität des Betreibers durch festgelegte Schließungszeitpunkte eingeschränkt, und die Unklarheit kann auch einen gewissen Reiz auf die Kunden ausüben. Schließlich ist die Kalkulation eines Pop-Ups zu hinterfragen. Zwar werden einerseits laufende Kosten eingespart, andererseits entstehen zusätzliche Kosten durch Auf- und Abbau der Einrichtung, durch Schulungen für neues Personal oder durch die Neuorganisation von Verwaltungsvorgängen und Lieferprozessen.

Empfehlungen für die Praxis

Generelle Handlungsempfehlungen für die Ladengestaltung potentieller Anbieter sind schwierig, da je nach Branche und Warengruppe sehr unterschiedliche Anforderungen bestehen. So werden die Stores von Comme des Garcons teilweise mit Artikeln vom Flohmarkt ausgestattet, sodass die Ladeneinrichtung nicht mehr als € 3.000,- kostet.

Empfohlen werden kann lediglich, dass der Pop-Up-Store möglichst individuell und kreativ, vor allem aber auf das gewünschte Image der Marke zugeschnitten sein sollte. Bezüglich der Öffnungsdauer kann festgehalten werden, dass sie zwischen wenigen Tagen und einem Jahr variiert. Comme des Garcons öffnet seine Läden für ein Jahr und scheint damit erfolgreich zu sein. Es ist jedoch fraglich, ob dieser Zeitraum auf andere Anbieter übertragen werden kann. Es ist davon auszugehen, dass die Dauer individuell zu betrachten ist je nach angebotenen Produkten, Größe der Läden und Besonderheiten der Stadt, in der das Konzept umgesetzt wird sowie abhängig von der Vermarktungsstrategie. Eine Voraussetzung für den Erfolg von Pop-Up-Stores dürfte sein, dass es sich bei den Standorten um Metropolen handelt, da die Kundenfrequenz von Bedeutung ist. Zwar kann ein Geheimtipp durchaus eine gewisse Magnetwirkung erzeugen, sodass Konsumenten auch Wege in Kauf nehmen, um den Shop zu besuchen. Diese Zielkunden dürften für den Erfolg aber nicht ausreichend sein. Die bisherigen Beispiele sind ganz überwiegend in Metropolen angesiedelt.

Fazit

Die Zunahme der angebotenen Konzepte zeigt, dass die Anbieter den Erfolg der Pop-Up-Stores positiv einschätzen. Einige Merkmale und Beispiele wurden aufgezeigt. Viele Fragen bleiben aber offen. Wie sieht die betriebswirtschaftliche Kalkulation eines solchen Ladens aus? Ist ein positiver Ertrag zu erzielen, oder geht es vornehmlich um Marken- und Imagepflege? Können zu viele temporäre Angebote zu einer Abstumpfung oder Überforderung führen, und sind in diesem Zusammenhang Filialsysteme denkbar? Kommen als Standorte tatsächlich nur Metropolen in Frage? Wie ist das Problem der Diskrepanz zwischen nötiger Werbung und attraktivitätssteigernder Geheimhaltung zu lösen? Diese und weitere Fragen zur Wirkung von Pop-Up-Stores sollten Gegenstand weiterführender Forschung sein.

Frontlineshop Pop-Up-Store

Das Unternehmen Frontlineshop ist ein Textilversandhändler aus Hannover. Die Zielgruppe besteht aus trendbewussten jungen Menschen. Bei der angebotenen Ware handelt es sich um Markenprodukte wie Adidas, Carhartt, Diesel, Levi’s und Nike. Vom 05. bis zum 19. September 2009 war der Frontlineshop physisch im Schanzenviertel in Hamburg geöffnet. Im Vorfeld wurden auf der Homepage 10 Gutscheine für den Pop-Up-Store in Höhe von € 50,- verlost. Für den Shop wurde ein Studio im aplanat Hamburg angemietet. Die Verkaufsfläche betrug 240 m2, das Studio verfügt über Tageslicht und ist durch einen Loftcharakter geprägt. In Anlehnung an den Online-Shop sind die Öffnungszeiten 7 Tage/Woche, 24 Stunden/Tag. Auch der Kaufprozess wurde an den Online-Shop angelehnt: Es wurden Laptops aufgestellt, an denen man die ausgestellte Ware auf → www.frontlineshop.com bestellen konnte. Das Personal, die sogenannten Store-Guides, standen als Unterstützung zur Verfügung. Die Ware wurde per Express-Versand gratis innerhalb von 24 Stunden geliefert. Das musikalische und künstlerische Rahmenprogramm wurde in Kooperation mit Partnern des Frontlineshops konzipiert. Es bestand aus einem täglich wechselnden Zusammenspiel von einem bzw. mehreren DJs und einem angebotenen Special, das in der Regel mit einem speziellen Gewinn verbunden war. Die Events wiesen direkten Produktbezug auf, beispielsweise eine Fashionshow, oder mussten zur Zielgruppe passen. So wurde ein Carhartt BMX Bike von einem Street-Artist vor Ort bemalt und dann verlost.

Scouting – Die aktive Recherche der EXPERTiSALE Location Scouts bringt Ihre Marke mit dem richtigen Ort zusammen

EXPERTiSALE bietet Ihnen 4 Umgebungen an, von denen wir sicher sind, dass Sie Ihre Marke mit einer Pop-Up-Location erfolgreich umsetzen werden. Unsere Location-Scouts wissen genau, was an diesen Orten erlaubt / nicht erlaubt bzw. möglich ist und können auf dieser Grundlage mit Ihnen eine Vision entwickeln, wie Ihre Marke den Ort optimal für Ihre Pop-Up-Präsentation bespielen kann.

Shopping Center und Bahnhöfe sind für viele Marken ein interessantes Umfeld, weil sich die o.g. Briefing-Punkte häufig gut realisieren lassen. Während in der Vergangenheit dort überwiegend saisonale Pop-Up-Stores zu Weihnachten, Ostern und in Urlaubszeiträumen geöffnet wurden, erkennen die Betreiber jetzt zunehmend, dass die Pop-Up-Location auch ganzjährig ein gutes Konzept ist, um durch attraktive Retail-/Eventkonzepte mehr Menschen anzulocken, das Angebot der Langzeitmieter sinnvoll zu ergänzen und den Standort emotional aufzuladen. Die Marken haben den Vorteil, hier oft mit professionellen Ansprechpartnern auf Centermanager-Ebene zusammen arbeiten zu können, was die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht. Shopping Center akzeptieren in der Regel jedoch nur größere Marken als Pop-Up-Location-Mieter, die regelmäßig gleich eine Roadshow durch mehrere Shopping Center buchen. Kennen Sie die Spezifikationen der Fläche genau, bevor Sie mit der Konzeptplanung beginnen!

  1. Einzelhandelsgeschäfte in belebten Einkaufsstraßen haben den Vorteil, dass sie gemäß Ihres Nutzungszwecks an Orten für Retail gebaut und gestaltet worden sind. Die Vermieter sind hier häufig für temporäre Nutzungskonzepte offen, wenn sie keine kurzfristige Möglichkeit zum Abschluss eines Langzeitmietvertrages haben. Die Marke findet hier einfache Umsetzungsbedingungen vor und kann den Vermieter durch ihren Wissensvorsprung mit Pop-Up-Locations im eigenen Sinne lenken. Außerdem haben hier auch kleinere Marken gute Chancen akzeptiert zu werden.
  2. Leerstehende Bürohäuser in der Innenstadt sind nicht für jede Marke geeignet, vor allem, wenn ein Retail-Konzept umgesetzt werden soll. Wir empfehlen dieses Umfeld nur Marken, die schon über erste Erfahrungen im Bereich Pop-Up-Location verfügen. Für die Umsetzung von Eventkonzepten ist die Location-Art oftmals ideal. Wichtig hier ist, dass die Umsetzung des Konzepts so viel Energie entfaltet, um einen leeren Raum auszufüllen.
  3. Andere „exotische“ Locations gehören zu den am schwierigsten einzuschätzenden Lokationen. Wir empfehlen sie nur Luxus-Marken, deren Anziehungskraft in der Zielgruppe so groß ist, dass die Menschen freiwillig viel Aufwand auf sich nehmen, um Eintritt zu erlangen. Zu dieser Kategorie zählen Marken wie Apple, Porsche, Dior etc. Lassen Sie Ihre Kreativität von den Möglichkeiten des Ortes inspirieren!

Location will make or brake you — Finden Sie eine sichere und großartige Pop-Up-Location mit EXPERTiSALE

Sie können über das beste Retail-/Eventkonzept verfügen, das je von einer Agentur entwickelt wurde und trotzdem den größten Flop hinlegen, wenn Sie sich für die falsche Location entscheiden. Im Gegensatz dazu kann eine großartige Location am richtigen Ort ein erlebnisarmes Konzept ausgleichen und Menschen trotzdem durch ihre Ladentür treten lassen, obwohl Ihr Angebot wenig spektakulär ist. Der entscheidende Faktor bei der Pop-Up-Location-Wahl ist die kurze Zeit, die jedes Konzept hat, um zu zünden. Bei temporären Anmietungen muss das Konzept von Tag 1 an seine Magie und Anziehungskraft versprühen.

Zusammen mit Ihnen beantworten wir im Pop-Up-Location-Briefing die 9 wichtigsten Fragen und legen die entscheidenden Auswahlparameter fest:

Welche Menschen wollen Sie mit ihrer Pop-Up-Location erreichen?

Definieren wir die Zielgruppe! Auch wenn Sie jetzt überrascht sind. Die dezidierte Antwort auf diese Frage ist für 80 % Ihres späteren Erfolgs verantwortlich. Wenn Sie hier nicht seriös arbeiten, dann planen Sie einen Misserfolg noch bevor sich die Türen zur Pop-Up-Location Ihrer Marke geöffnet haben.

Fixieren Sie Ihre Zielgruppe mithilfe der folgenden Fragen und Tipps des Pop-Up-Retail-Experten Markus Levens, Geschäftsführer der EXPERTiSALE Deutschland GmbH:

Markus Levens, Gesch¨ftsführer der EXPERTiSALE Deutschland GmbH

"Die Wahrheit ist: Nicht jeder Shopper ist ein Pop-Up-Location-Shopper und nicht jede Marke ist ein Pop-Up-Location-Anbieter."

Wer ist ihre Zielgruppe?

Nur wenn die Menschen, für die Sie eine Pop-Up-Location anbieten, aufgrund Ihrer Lebenssituation und Demographie eine starke Affinität für Pop-Up-Attribute mitbringen, werden Sie den neuen Kontaktpunkt als relevant einstufen und motiviert sein, den Ort ihres Markenversprechens zu besuchen und wichtig: dort zu kaufen!

Zielgruppe

Zum Beispiel reflektieren nach meiner Erfahrung Frauen um die 40 Jahre, die mit Neugierde auf neue Produkte & Events allein oder mit der besten Freundin shoppen gehen und über ein überdurchschnittliches eigenes Einkommen verfügen, hervorragend auf das Pop-Up-Retail-Format. Sind Ihre Ziel-Kunden hingegen Männer in den 50gern mit Blackberry und Anzug, für die Shopping eher eine lästige Begleiterscheinung ist, wird sich Ihre Marke schwertun, hier mit einer Pop-Up-Location einen Shoppingwunsch zu erzeugen, noch unwahrscheinlicher einen Besuch zu provozieren.

Genauso wichtig ist es für Sie im Vorfeld zu klären, ob die von Ihnen ermittelte Zielgruppe in ausreichender Frequenz am Pop-Up-Location-Standort zum geplanten Aktionszeitraum vorhanden ist. Um das herauszubekommen, empfehle ich Ihnen die Investition von ca. € 500,- bei unserem Wertschöpfungspartner gbconsite. Die Expertise von gbconsite ist die Erstellung sog. Standort-Checks. So erhalten sie aktuelle und belastbare Daten in Bezug auf ihre Zielgruppe in Korrelation mit dem anvisierten Pop-Up-Location-Standort. Dieser Tipp hat bereits vielen unserer Kunden einen Haufen Geld gespart.

Was erwartet die Zielgruppe von Ihrer Marke?

Auch die Frage, was Ihre Zielgruppe aktuell regelmäßig bei Ihnen kauft (nicht: kaufen soll!) ist wichtig. Welche Produktlinien sind aus Sicht der Zielgruppe "hot"? Eignen sich genau diese Produkte für die Präsentation in einer Pop-Up-Retail-Location? Wenn Sie in dieser Frage unsicher sind, lassen Sie es lieber mit dieser Produktlinie. Die Endabrechnung des Projekts wird es Ihnen danken. Sie müssen die Erwartung Ihrer Zielgruppe richtig antizipieren und dann konsequent in der Pop-Up-Location bedienen.

Warum wollen Sie für die Zielgruppe eine Pop-Up-Location eröffnen? Warum will Ihre Zielgruppe eine Pop-Up-Location? Decken sich die Motivlagen?

Anziehungskraft

Die Intention Ihrer Marke ist sehr relevant. Wenn Ihr Motiv z.B. darin begründet liegt, alte Lagerbestände oder sich schlecht verkaufende Waren schnell und einfach loswerden zu wollen, dann, sage ich Ihnen, ist das Pop-Up-Format nicht das richtige Mittel der Wahl. Um dieses Problem zu lösen, gibt es weit kostengünstigere und weniger arbeitsintensive Wege. Wenn Sie der Meinung sind, dass eine Pop-Up-Location Ihre lokale Bekanntheit steigern wird – Go ahead! Wenn Sie Ihrer Zielgruppe eine besondere Erfahrung mit Ihrer Marke schenken werden – Go ahead! Wenn Sie testen wollen, wie eine Produktlinie bei der Zielgruppe ankommt, bevor Sie einen großen Roll-Out planen – Go ahead!

Die Frage, warum Ihre Zielgruppe einen Pop-Up-Shop als relevant einstuft, ist genauso wichtig für die Entscheidung über das "Ob". Die beste Antwort ist, dass Sie im angestrebten Zielgebiet keinen regulären Shop haben und dass Ihr gbconsite-Standort-Check ergeben hat, dass Ihre Zielgruppe dort massenhaft vorhanden ist. Wenn darüber hinaus klar ist, dass die Zielgruppe auf Produktneuheiten abfährt, dann wissen Sie, dass sich die Motivlagen ziemlich decken und nicht mit einem Miss-Match zu rechnen ist.

Wie ist die Pop-Up-Location für die Zielgruppe erreichbar?

Es ist für die Akzeptanz durch die Zielgruppe entscheidend, dass sie die Pop-Up-Location einfach, schnell und ohne gesonderten Aufwand erreicht. Der Standort muss präsent und leicht zu finden sein. Dies gilt umso mehr, je unbekannter Ihre Marke für die Zielgruppe ist. Welches mobile Verhalten prägt die Zielgruppe? Wird der eigene Wagen bevorzugt, ist die Parkplatzsituation kriegsentscheidend? Wird der öffentliche Nahverkehr von der Zielgruppe favorisiert, ist die Entfernung zu den Haltestellen relevant? Ihre Zielgruppe kommt mit dem Fahrrad und zu Fuß? Bitte an das Wetter und Fahrradständer denken.

Hürden überwinden bis zur gemeinsamen Motivlage

Erst, wenn Sie diese Punkte hinsichtlich Ihrer Zielgruppe positiv geklärt haben, ist es ratsam, der weiteren Pop-Up-Location - Projektplanung eine Freigabe zu erteilen und in das eigentliche Location-Briefing einzusteigen.

  1. In welchem Land / Bundesland / Stadt wollen Sie Ihre Marke präsentieren und warum?
  2. Ist die umgebende Nachbarschaft der Location der Art, dass sich positive Synergien ergeben oder müssen Sie mit Schwierigkeiten / Ablehnung rechnen?
  3. Ist die Lokation so ausgestattet, dass das angestrebte Retail- / Eventkonzept Ihrer Marke ohne Wirkungsverlust umgesetzt werden kann?
  4. Fahren Sie mit einer "leeren" oder "fertigen" Pop-Up-Location besser?
  5. Sind "Kleinigkeiten", wie z.B. Toiletten, (Stark-)Strom etc. notwendig? Und wenn ja, vorhanden?
  6. Kann die Location problemlos beliefert werden?
  7. Wie steht es mit der nötigen Raumtemperatur, Internetzugang, ggf. eine Kücheneinrichtung, falls Essen & Trinken angeboten werden?

Die Kunst, einen herausragenden Pop-Up-Shop zu designen - EXPERTiSALE hat einige Tipps für Sie

Es ist ein Gerücht, dass ein gut gemachter Pop-Up-Shop für billiges Geld zu haben ist. Es ist wahr, dass Ihnen für Designüberlegungen eines Shops, der nur kurzzeitig zum Einsatz kommen wird, von allen Beteiligten viel Zeit eingeräumt wird. Wenn Sie sich an unseren essentiellen Design-Code halten, werden Sie Ihre Zielgruppe begeistern. Er hilft Ihnen, die Aufmerksamkeit auf Ihren Pop-Up-shop zu maximieren, ohne dabei das Marketing-Budget zu sprengen.

  1. weihnachtsmarkt-dresden
    Schönes, kunstvolles Design öffnet die Geldbörsen der Besucher. Besucher werden in erster Linie inspiriert durch das, was sie sehen. Den Effekt kennen Sie selbst, wenn Sie darüber nachdenken, welche Gefühle z.B. ein traditionell-historischer Weihnachtmarkt wie der in Dresden in Ihnen auslöst. Diese Gefühle sind es, die die Menschen in Kauflaune versetzen. Deshalb wird das Design der Pop-Up-Location immer in einem hohen Maße Einfluss auf den Erfolg Ihres Pop-Up-Shops haben.
  2. Eine "unfertige" Location sollte als Code im Designkonzept eine provisorische, temporäre, funktionale Ausrichtung haben. Digital bedruckte Leichtbauelemente, warme indirekte Lichtquellen und rohe Werkstoffe können Designbestandteile sein, die passen. Nur so lassen sich die zu tätigenden Investitionen in einem Rahmen halten, der mit einer kurzen Anmietungszeit korrespondiert. "Fertige" Retail-Locations, wie zum Beispiel Shops in Shopping Centern, lassen aufgrund der Gegebenheiten ein hochwertiges Shop-Design zu. Hier sollte das Design ein kreatives Thema zu verwirklichen helfen, das sich für den Besucher direkt aus dem Shop-Design ableiten lässt. Die Herausforderung ist hier die kreative Idee, ähnlich wie für einen Maler, der vor einer weißen Leinwand sitzt. Am sichersten ist es, hier mit einer erfahrenen Agentur zusammenzuarbeiten, die schon viele Pop-Up-Locations für unterschiedliche Marken entworfen und gebaut hat. Unser Geheim-Tipp im Segment Design, Produktion und Umsetzung ist die Agentur east end communication aus Hamburg.
  3. Die Umgebungsatmosphäre durch die umliegenden Shops ist in beiden Fällen zu berücksichtigen. Auffallen ist gut, die Atmosphäre des Ortes zu (zer)stören wird eher emotionale Minuspunkte bei der Zielgruppe einbringen. Das Design muss die Atmosphäre erzeugen, die die Zielgruppe gemäß Briefing erwartet.
  4. Retail- oder Eventausrichtung? Im besten Fall lässt Ihr Pop-Up-Location-Design beides zu, wenn Sie es in der Planung berücksichtigen. Aus unserer Sicht sind Event-Elemente hervorragende Treiber für den Retail Part. Dafür müssen aber die Voraussetzungen geschaffen sein. Wie können sich die Event-Besucher im Raum verteilen, ohne die Retail-Aufbauten zu gefährden oder aus den Augen zu verlieren? Wo können strategisch günstig Catering, DJ oder eine Bühne platziert werden, die nach dem Event leicht wieder abgebaut und gegen Retail-Elemente ersetzt werden können? Vermeiden Sie Flaschenhälse und sorgen Sie dafür, dass das Funktionspersonal möglichst unauffällig arbeiten kann.
  5. Ihre Inneneinrichtung muss nicht zwingend komplett neu angeschafft werden. Machen Sie eine Bestandsaufnahme von älterem vorhandenen Eventmaterial, Möbeln und Werbeträgern. Übergeben Sie diese bebildert der Agentur, und diese wird sie bei Eignung in das Design integrieren. Das spart Kosten und kann Ihre Markenhistorie punktuell herausheben.
  6. Lichtinstallationen sind ein wichtiger Faktor bei Pop-Up-Locations. "Setzen Sie Ihre Marke ins rechte Licht!" Damit ist nicht nur die Produktpräsentation gemeint. Licht ist ein künstlerisches Stilmittel, um verschiedene Atmosphären zu wechselnden Tageszeiten für unterschiedliche Mind-Sets der Zielgruppe zu erzeugen. Auch hierfür sind die Kosten meistens gering im Vergleich zu alternativen Kunstinstallationen.

Ohne Aufmerksamkeit der Zielgruppe kein Pop-Up Erfolg — Wie kreieren Sie Buzz oder besser noch einen Hype?!

Es ist ein weiteres Retail-Märchen, dass Sie nur die Türen Ihrer Pop-Up-Location öffnen müssten und Ihre Zielgruppe wie von selbst hereinflutet. Selbst der beste Standort im besten Design kann das allein nicht sicherstellen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Ihre Zielgruppe von Tag 1 an weiß, dass Sie mit einem speziellen Angebot zeitlich begrenzt am Start sind. Sie müssen kommunikativ für einen Sog sorgen. Aber wie macht man das?

hype-anstecken

Vor Vertragsschluss muss mit dem Vermieter geklärt sein, in welchem Umfang Sie an der Außenfassade mit Werbemitteln arbeiten dürfen. Verhandeln Sie klug. Es kann ein Teil Ihrer Kommunikation sein, schon vor der Eröffnung mit auffälligen Werbemitteln Ihr Kommen anzukündigen. Wenn das so ist, muss das durch Ihren Mietvertrag abgedeckt sein. Gegebenenfalls müssen Sie in diesem Kontext auch an eine städtische Genehmigung durch das Ordnungsamt denken. Ebenso wichtig ist die Gestaltung der Schaufenster ihrer Pop-Up-Location. Sie müssen einen Retail- & Aufforderungscharakter (Eye-Catcher) haben, der im Vorbeigehen / -fahren eindeutig identifizierbar ist. Die Fenstergestaltung muss flexibel sein, um sie bei niedrigen Kosten häufiger wechseln zu können. Und ganz wichtig: Halten Sie Ihre Türen unter allen Umständen stets geöffnet! Es ist das stärkste Tool, um der Laufkundschaft zu signalisieren: "Sie sind willkommen, treten Sie ein!" Den Einsatz von Musik, die auf die Zielgruppe abgestimmt ist, empfehlen wir dezent im Dauereinsatz nur im Eingangsbereich der Pop-Up-Location. Was einen großen Impact auf die Zielgruppe hat, ist der gezielte Einsatz von Duft-Marketing, wenn es zu Ihrer Marke passt. Der beste Anbieter auf diesem Gebiet ist nach unserer Erfahrung Reima AirConcept.

Sie benötigen eine Buzz-Strategie, die Kommunikationselemente am POS, aber vor allen Dingen Guerilla-Marketing-Maßnahmen online und offline umfasst.

Am Vorabend der Eröffnung ist eine Kick-Off-Party für geladene Gäste und Medien Pflicht. Diese Multiplikatoren benötigen Sie, um Ihre Pop-Up-Location zum "Talk of the Town" zu machen. Die Veranstaltung muss Spaß versprechen und den Besuchern das Gefühl von Exklusivität schenken. Hierzu sollten Sie auch unbedingt alle Geschäftsleiter der Nachbargeschäfte und den Vermieter persönlich einladen. Dieser Marketing-Zug gibt Ihnen die Chance, auch kritische Nachbarn möglicherweise noch positiv für Ihre temporäre Präsens einzunehmen. Zeigen Sie Ihnen Ihren Laden, bieten Sie Unterstützung an, wenn möglich. Signalisieren Sie, dass Sie ein "guter Nachbar" sein werden, der die Gepflogenheit der lokalen Community respektiert. Im besten Fall werben die Nachbarn danach sogar für Sie!

Es hat sich bewährt, während des gesamten Öffnungszyklusses der Pop-Up-Location fortlaufende Events - auch Cross-Promotion mit anderen Marken - durchzuführen. Welche Themen ziehen Ihre Zielgruppe an? Welche Service-Angebote wollen Sie unterbreiten, die sonst bei Ihrer Marke nicht erhältlich sind? Gibt es bezahlbare Testimonials, die gut als Botschafter zu Ihrer Marke passen? (Hier empfehlen wir den Einsatz von MagicStarBranding). Durch fortlaufende Events stellen Sie sicher, dass Ihr Angebot jederzeit aufregend, unique und zeitlich begrenzt in seiner Wirkung bleibt.

guerilla-marketing

Kombinieren Sie die Eventreihe mit guten Guerilla-Marketing-Maßnahmen, die Ihnen punktgenau lokale Aufmerksamkeit einbringen. Hier unterstützt Sie optimal die Unitied Ambient AG aus Hamburg, damit Sie "Talk-of-the-Town" bleiben. Von klassischer Werbung rate ich aus Kosten- und Effizienzgründen bei Pop-Up-Locations ab.

Wichtiger ist nach unserer Erfahrung, dass es gelingt, in den sozialen Medien eine erfolgreiche Mouth-to-Mouth-Kampagne loszutreten. Das kriegen die meisten Marken – in Ermangelung einer entsprechenden internen Expertise in diesem Bereich – in den seltensten Fällen alleine hin. Hier empfehlen wir ebenfalls auf Profis zu vertrauen. Online empfehlen wir Ihnen eine Zusammenarbeit mit der Agentur loki GmbH in Mainz. Der Geschäftsführer, Herr Wild, ein ausgewiesener Online-Buzz-Experte, wird Ihnen mit seinem Team helfen, Ihre Pop-Up-Location virtuell "just in time" bei der Zielgruppe bekannt zu machen.

Mode für eine geschlossene Gesellschaft: Am Stadtrand Wiens wächst ein neues Geschäftskonzept heran.

Shopping-Tour

Quelle: dpa/frank leonard

Markenartikelhersteller suchen neue Absatzwege. Die einen finden sie in Händlern mit hohen Zutrittsbarrieren. Andere üben sich in temporären Pop‑up‑Stores.

Wien - ein schlichtes Schild weist den Weg. Das Exterieur versprüht den spröden Charme einer Fabrik. Keine Auslage, keine Plakate, keine Werbung. Drinnen soll sich auf 5.000 m2 günstige Designermode in stilvollem Ambiente stapeln. Wie verlockend. Allein, man darf nicht rein. Den Schlüssel ins vermeintliche Shopping‑Paradies haben nämlich nur Auserwählte – erkennbar an limitierten Clubmitgliedskarten. Wer eine will, muss sich auf überfüllte Wartelisten setzen lassen oder - wie bei den Freimaurern - auf einen Leumund hoffen. Nach rigoroser Auslese heißt es Stillschweigen zu bewahren. Wer zu offen über Preise und Marken plaudert, riskiert hohe Pönalen. Willkommen in der Welt von Schustermann & Borenstein.

In München würden Menschen gar morden, um an Clubkarten zu kommen, sagt Irene Kiefer, die im deutschen Traditionsbetrieb Vertrieb und Kommunikation verantwortet, dem Standard. Die Zahl an Wartenden auf der Liste übersteige jene der registrierten Kunden um das Fünffache. Gewalt will in der Handelsbranche natürlich keiner. Also wird expandiert.

Schustermann & Borenstein eröffnete nach zwei Münchner Niederlassungen jüngst eine Filiale in Vösendorf am Stadtrand Wiens – gemäß der Firmenphilosophie abseits großer Einzelhandelskonglomerationen. VIPs dürfen als Werbebotschafter dienen, ansonsten dominiert Mundpropaganda. Die Warteliste freilich, muss Kiefer Einkaufswillige vertrösten, sei bereits lang. "Wir sind bei der Vergabe daher sehr vorsichtig."

Exklusivität und Verknappung

Für Andreas Kreutzer, Chef des Marktforschers Kreutzer, Fischer & Partner, ist die Zielgruppe offensichtlich: Leute, die gerne ein bisserl zur Prominenz gehören wollen. Dass Marken und Preise so exklusiv sind, wie der Zugang zu ihnen, bezweifelt er. Zumal es für den finanziellen Mittelbau ja auch nicht zu kostspielig sein dürfe.

Exklusivität und Verknappung: Das sind, bestätigt Wolfgang Richter, Chef des Marktberaters Regioplan, alte Marketingmechanismen und "Zutaten für gute Kuchen".

Exklusiv für Mitglieder

Dass die ganze Geheimnistuerei und Zugangsbeschränkung klares Geschäftskalkül sind, weist Kiefer zurück. "Das dichtet uns die Presse an." Wahr sei, dass Lieferanten auf den strengen Regeln beharrten. Von Designermarken produzierte Überhänge aktueller Kollektionen sollen auf diesem Weg diskret vom Markt fließen und andere Einzelhändler nicht beschädigen, erläutert sie. Schustermann & Borenstein selbst sei als Exporteur groß geworden, habe erst nur Mode an eigene Mitarbeiter abgegeben, ehe der Kundenkreis erweitert wurde. "Wir sind ein gewachsenes Netzwerk." Warum es die Industrie bei Überproduktion nicht bei frei und für jedermann zugänglichen Factory‑Outlet‑Centern belässt, um das Verramschen zu bremsen? Für Factory‑Outlets werde gezielt gefertigt, während man selbst nur mit Originalkollektionen arbeite, versichert Kiefer. Was Branchenexperten wiederum relativieren.

Markenartikelherstellern kommen klassische Vertriebswege abhanden, sagt Richter, sie steuerten daher mit neuen eigenen Geschäften oder Designer‑Outlet‑Centern dagegen. Viele bedienten unterschiedliche Vertriebskanäle vermehrt mit unterschiedlichen Modellen. Das verhindere Vergleichbarkeit und helfe dabei, die Preise in Summe besser stabil zu halten.

Schustermann & Borenstein ist laut der Nachrichtenagentur Reuters seit 2012 zu rund zwei Dritteln im Eigentum des französischen Finanzinvestors Axa Private Equity. Die restlichen Anteile blieben in Familienhand. 2012 soll der Textilhändler fast € 200 Mio. ,- umgesetzt haben.

Zeitlich begrenzt

Alles andere als diskret gibt sich ein zweiter junger Vertriebskanal: Pop‑up‑Stores, die vor allem rund um Weihnachten aus dem Boden schießen. Zeitlich begrenzt, auf gut frequentierten Einkaufsmeilen oder Events bieten Newcomer - darin ebenso wie noble Markenhersteller - Waren und Dienste feil.

In Zeiten des Onlinehandels, in denen der gestresste Zusteller oft der einzige Kontaktpunkt der Industrie zu ihren Kunden sei, helfen temporäre Läden dabei, Marken zu emotionalisieren, ist Richter überzeugt. Außerdem belebten sie das Einkaufsumfeld.

Kreutzer sieht darin eine Win‑win‑Situation für Verkäufer wie Vermieter. Gerade junge Händler oder Dienstleister könnten so ohne viel Risiko und mit geringen Fixkosten Testballons starten. Für Vermieter tun sich Möglichkeiten der Zwischennutzung auf.

Andreas Jungblut vertraut darauf, dass der Trend, Handelsflächen kreativ und saisonal zu bespielen, ein langfristiger ist. Mit drei Kollegen hat der junge Niederösterreicher theSalesroom.at gegründet, einen Vermittler zwischen Mieter und Geschäftsinhaber. Genug geeignete Flächen und Nachfrage wären ja da, erzählt er. Jetzt gelte es nur noch, die Skepsis mancher Vermieter zu überwinden.

von Verena Kainrath, DER STANDARD, 13.12.2014

Eine Marke braucht Aufmerksamkeit – Pop-Up-Stores bieten die Chance

Äquivalent zum Pop-Up-Ad im Internet, das plötzlich unerwartet auf dem Bildschirm auftaucht, so taucht in immer mehr deutschen Städten ein alternatives Einkaufserlebnis für innovationshungrige Konsumenten auf:

Der Pop-Up-Store,

Pop-Up

auch als „Guerilla-Store“ bezeichnet, ist ein – nicht mehr ganz neues – Standort- und Ladenbaukonzept, das zeitlich begrenzte stationäre Einkaufsstätten für Einzelhändler oder Markenartikelhersteller an wechselnden Standorten ermöglicht. Ziel ist es, dass Menschen die Produkte einer Marke exklusiv erleben, ausprobieren und im Zusammenspiel mit Events oder angesagten Szenetreffs emotional in Beziehung bringen. Wichtige Erfolgsfaktoren für dieses Einzelhandelskonzept sind eine kostensparende, zeitlich begrenzte, kreativ-interaktive Shop‑Präsentation am "richtigen" Ort, eine pfiffige Guerilla-Taktik & Kommunikation als Geheimtipp, die Möglichkeit des schnellen Auf-und Abbaus und der problemlose Transport des gesamten Verkaufsraumes zum nächsten Ort.

Dabei kann die Öffnungsdauer wenige Tage bis zu einigen Monaten betragen. Damit stellen sie eine ernsthafte Alternative zu teuren, fest installierten Ladengeschäften an mehreren Orten, die gleichzeitig eröffnet werden.

Die Guerilla-Elemente hierbei sind offensichtlich:

  • Die Marke kommt zu den Target-Gruppen.
  • Die Marke hängt sich als Trittbrettfahrer bei Drittkampagnen und Events an.
  • Die Marke präsentiert sich ungewöhnlich, setzt auf Überraschungseffekte, um als Sensation wahrgenommen zu werden. Nicht das Budget, sondern die fesselnde Werbeidee entscheidet.
  • Die Marke setzt darauf, dass sich Ihre Anwesenheit on und offline viral verbreitet (Mund-zu-Mund-Propaganda).

EXPERTiSALE verrät, warum Pop-Up-Stores funktionieren

Pop-Up_Rises

Prinzip der Verknappung: In der Psyche der Menschen beeinflusst die Verfügbarkeit eines Angebots maßgeblich, welchen Wert der Konsument einem bestimmten Warenangebot beimisst. Deshalb wird das Knappheitsprinzip in verschiedenen Bereichen sehr erfolgreich eingesetzt. Denken Sie an Non-Food-Angebote beim Discounter, den klassischen Schlussverkauf des Einzelhandels oder beim Teleshopping. Dem Verbraucher wird suggeriert, dass er mit anderen um die Ware konkurriert, und er erlebt dieses Gefühl am POS. Die Angst vor Verlust wird zu einer Triebfeder des Handelns. Unbewusst erhalten wir den Befehl, dass wir schneller sein und den anderen den Artikel wegschnappen müssen. Auch Hürden bei der Erlangung der Ware (z.B. Verkauf nur von 02:00 Uhr bis 05:00 Uhr morgens) können den Reiz des Haben-Wollens signifikant erhöhen. Der gut gemachte Pop-Up-Store spielt bewusst mit dem Prinzip der Verknappung. Für die potentiellen Käufer ist nicht ersichtlich, ob der Pop-Up-Store Tage, Wochen oder Monate existiert. Eindeutig ist aber, dass die Einkaufsmöglichkeit nicht dauerhaft vor Ort sein wird.

Exklusivität: Die Exklusivität bezieht sich in den meisten Pop-Up-Store-Konzepten auf die erhältliche Ware. Sie darf in der promoteten Form im Kampagnenzeitraum in dieser Form nicht auf anderen Verkaufskanälen zu erhalten sein. Aber auch das Wissen um den Standort des Pop-Up-Stores kann Exklusivität und das Gefühl, einer eingeweihten Elite anzugehören, befördern. Auch wenn der Kauf an andere Kriterien geknüpft wird als an das vorhandene Kapital, transportiert diese Autorität maximale Exklusivität.

  • Kirchgeorg/Springer/Brühe, Live Communication Management, 1. Auflage 2009, S. 140
  1. Langner, Sascha, Viral Marketing: Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen, Springer 2009, S. 38 ff. 
  2. Kroeber-Riel, Werner / Weinberg , Peter / Gröppel-Klein, Andrea, Konsumentenverhalten, 9. Auflage Vahlen 2009, S. 543 
  3. Langner, Sascha, Viral Marketing: Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen, Springer 2009, S. 15 f. 
  4. Kroeber-Riel, Werner / Weinberg , Peter / Gröppel-Klein, Andrea, Konsumentenverhalten, 9. Auflage Vahlen 2009, S. 546 f. 
  5. Kroeber-Riel, Werner / Weinberg , Peter / Gröppel-Klein, Andrea, Konsumentenverhalten, 9. Auflage Vahlen 2009, aaO.